Zusätzliche Anforderungen an Wohnimmobilienverwalter


Angehende WEG- und Mietverwalter müssen ab 1. August 2018 wie Immobilienmakler auch eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung beantragen. Um diese zu bekommen, müssen sie als zuverlässig eingestuft werden, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und eine Berufshaftpflichtversicherung gegen Vermögensschäden vorweisen können. Die Mindesversicherungssumme beträgt 500.000 Euro je Versicherungsfall und eine Million Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres.

Wer zu diesem Zeitpunkt bereits tätig ist, dem bleibt bis zum 1. März 2019 Zeit, um die erforderliche Erlaubnis zu beantragen.

Fortbildungsnachweise: Wann und wie?

Wie Makler und Verwalter über ihre Qualifikationen informieren müssen, wurde stark entschärft: Auf Nachfrage – beispielsweise seitens der Behörden oder von Kunden – müssen sie über Qualifikationen und Weiterbildungen der letzten drei Jahre informieren, und zwar in Textform. Laut dem Immobilienverband Deutschland (IVD) reicht es aber auch aus, wenn sie diese Informationen auf ihrer Homepage veröffentlichen. Bei Anfragen können Makler und Verwalter darauf verweisen.

Ehemals war vorgesehen, dass Immobilienprofis ihre Kunden bereits beim ersten Geschäftskontakt schriftlich über ihre Weiterbildungen und Qualifikationen informieren müssen. Zudem hätten Makler den Behörden jährlich nachweisen müssen, dass sie ihre Weiterbildungen absolviert hatten. Im späteren Gesetzesentwurf wurde dies auf alle drei Jahre entschärft. Dass die Nachweise gegenüber den Behörden nun nur auf Anforderung fällig werden, hat der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates in die Wege geleitet, der andernfalls einen zu großen bürokratischen Aufwand sah.

Zusammenfassung:

1. August 2018:
Fortbildungspflicht gilt für Makler und Wohnimmobilienverwalter.
Angehende WEG- und Mietverwalter benötigen eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung und eine Berufshaftpflichtversicherung.

1. März 2019:
Bereits tätige Wohnimmobilienverwalter müssen spätestens jetzt die nach § 34c Gewerbeordnung erforderliche Erlaubnis beantragt haben.