Ehrenamtlich für den SV-Dahl-Friedrichsthal e.V.

Olpe, 08.09.2009, Josef Schmidt

Olpe/Dahl-Friedrichsthal. Mit einem Großaufgebot von rund 60 Vereinsmitgliedern und einem rhetorisch versierten Referenten machte der SV Dahl-Friedrichsthal gestern im Olper Ausschuss für Schule und Sport deutlich, dass er in Sachen „Kunstrasen” nichts dem Zufall überlassen will:

Ulrich Klann, Beisitzer des SV, appellierte in seinem emotional durchwirkten Vortrag an die Politiker, „grünes Licht” für denKunstrasen zu geben und erhielt positive Rückmeldung. Einstimmig verabschiedet wurde der CDU-Antrag, es solle ein entsprechender Haushaltsansatz für das Jahr 2010 gebildet werden.

Dabei geht es um keine Kleinigkeit. Klann stellte in seinem detaillierten und bis in die Dorfhistorie reichenden Referat neben gesellschaftspolitischen Appellen auch nacktes Zahlenwerk vor:

Demnach wird der Bau des Kunstrasens rund 400 000 Euro kosten. Abzüglich der Mehrwertsteuer verbleiben rund 335 000 Euro. Davon soll die Stadt Olpe 200 000 Euro aus ihrer Kasse bereit stellen. Mit anderen öffentlichen Mitteln zusammen erwartet der SV, der auch für die Fußballer aus Saßmicke sprach, rund 235 000 Euro öffentliches Geld.

100 000 Euro, so Klann, wolle und werde der Verein, allen voran mit seinem erfahrenen und kompetenten Vorstandsteam, stemmen – mit Eigenleistung, Spenden und einem Kredit. Klann: „Das trauen wir uns zu. Wr haben bewiesen, dass wir es können.” Schließlich habe man mit eben diesem Team in kürzester Zeit ein „schuldenfreies” Vereinshaus auf die Beine gestellt.

Aber nur mit dem Kunstrasen sei der Verein in der Lage, in der Jugendabteilung konkurrenzfähig zu bleiben. Kinder, vor allem jenseits des D-Jugendalters, schauten sich nach modernen Kunstrasenplätzen um und wechselten dann den Verein. Man wolle nicht irgendwann das Alleinstellungsmerkmal haben, ein Dorf mit einem Fußballverein, aber ohne Kunstrasen zu sein.

Er spreche für drei lebendige Orte mit mehr als 2 200 Einwohnern. Man dürfe nicht außer Acht lassen, dass Dahl-Friedrichstahl und Saßmicke wachsende Dörfer seien. In den vergangenen 15 Jahren sei die Bevölkerungszahl um 18 Prozent gestiegen.

Und das schreibt der Sauerlandkurier hier